Wenn der Proberaum zur Bühne wird
Text: Ben Tran, Klasse 10b, Fotos: Vivian Münzel
Sie existiert noch nicht lange, nicht jeder kennt sie und viel Rampenlicht gab es auch noch nicht. Die Schulband der Oberschule am Buchwedel trifft sich freiwillig und eigenverantwortlich, immer am Montagnachmittag, wenn die anderen Schülerinnen und Schüler längst auf dem Weg nach Hause sind. Gegründet wurde die Band aufgrund der Leidenschaft von Sarah. Kein Pflichtgefühl hat sie zusammengebracht, sondern die Liebe zur Musik.
Wenn die Schulglocke läutet und die Flure leerer werden, hört man aus einem Raum im Untergeschoss der Schule den rhythmischen Klang eines Schlagzeugs. Dazwischen mischt sich die sanfte Melodie eines Keyboards und die Stimme einer Sängerin. Das gehört nicht zum typischen Schulalltag und wer genau hinhört merkt, dass hier ganz viel Herzblut am Werk ist.
Aus der Liebe zum Gesang wird eine Band
Anfangs wollte die Gründerin der Band, die Neuntklässlerin Sarah, einfach nur am Tag der offenen Tür singen. Doch immer mehr Mitschülerinnen und -schüler zeigten Interesse an gemeinsamer Musik und die Idee einer Schulband wurde geboren. „Am Anfang war das nicht mal unbedingt in meinem Kopf. Ich wollte einfach nur singen - und dann ergab es sich", berichtet Sarah.
Das Besondere der Band ist, anders als in einem reinen Schulchor, dass hier nicht nur Stimmen, sondern auch Instrumente und Bewegungen eingebunden werden. Eine Schlagzeugspielerin schafft den Rhythmus, eine Klavierspielerin die Melodie, Sängerinnen die Emotionen und eine Tänzerin die Bewegung. „Eine Schulband ist einfach breiter aufgestellt. Jeder trägt hier etwas Eigenes bei", so Sarah.
Musik für jeden Anlass
Die Schulband hat kein festes Genre. „Es hängt davon ab, welches Event angekündigt ist", sagte Sarah. Für einen Auftritt nach den Sommerferien sind die Vorbereitungen schon in vollem Gang. Sarah sitzt am Schlagzeug, dabei war das nicht von Beginn an ihr Plan. Aber es fehlten Instrumentalisten, also griff sie zu den Drumsticks.
Ihre Begeisterung für das Schlagzeug hat mit ihrem ehemaligen Musiklehrer zu tun, der ihr auch die ersten Basics des Instruments gezeigt hat. „Mein Musiklehrer hatte ein Schlagzeug und ich war damals ganz begeistert davon. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er mir etwas beibringen kann", sagt sie. Seit etwa drei Jahren ist sie nun Schlagzeugerin, mit stetig steigender Leidenschaft für das Instrument.
Sieben Mitglieder und ein großer Traum
Heute besteht die Schulband aus sieben Mitgliedern. Doch der Weg dahin war nicht immer einfach. Anfangs lud die Gründerin Freunde zu ihrem Projekt ein. Nicht alle sind bis zum heutigen Tag geblieben, neue Mitglieder kamen hinzu. Doch was braucht es, um Teil der Schulband zu werden?
Man sollte Motivation und Leidenschaft für die Musik mitbringen, wenn man der Schulband beitreten möchte. „Ihr müsst nicht unbedingt professionelle Kenntnisse haben, aber ihr solltet wenigstens die Grundlagen kennen", sagt Sarah. Sänger und Tänzer können sich auch gern melden, wer Interesse hat, kann sich an Sarah, Frau Carle oder Herrn Sevimli wenden. Und wer weiß? Vielleicht erreicht die kleine Schulband eines Tages ja noch viel mehr.









